SEPA Direct Debit Core

  • Die SEPA-Lastschrift (SEPA Direct Debit Core/COR1) ähnelt dem bisherigen österreichischen Einzugsermächtigungsverfahren und wird erstrangig für Einzüge von Verbrauchern, jedoch auch für Einzüge von Geschäftskunden, verwendet.

    Es gelten strenge Regelungen, die eingehalten werden müssen, damit Einzüge durchgeführt werden können. Das SEPA Direct Debit COR1-Verfahren ist ein optionales Verfahren mit einer verkürzten Einreichfrist und ist nur für Einzüge innerhalb von Österreich möglich.

    Um die Auftragsart "SEPA-Lastschrift Core" und "SEPA-Lastschrift COR1" im Internet-Banking nutzen zu können, ist eine gesonderte Vereinbarung mit der Bank notwendig.

  • Merkmale SEPA-Lastschrift

    • Die SEPA-Lastschrift (SEPA Direct Debit Core/COR1) verfügt über folgende Merkmale:

      • Elektronische Anlieferung im SEPA XML-Datenformat.
      • IBAN (Internationale Bank Account Number) und BIC (Business Identifier Code) verpflichtend anzugeben.
      • Währung ausschließlich in Euro.
      • Lastschrifteinreicher (Zahlungsempfänger) benötigt Creditor-Identifikation (Creditor-ID).
      • Einzug erfolgt an einem definierten Fälligkeitstag, womit dem Zahlungspflichtigen der exakte Tag der Kontobelastung bekannt ist und er für Kontodeckung sorgen kann.
      • Für jeden Einzug muss der Zahlungsempfänger ein Mandat (=Lastschriftvereinbarung) vom Zahlungpflichtigen einholen und dafür eine eindeutige Mandatsreferenz (z.B. Polizzennummer) vergeben.
      • Es gelten geregelte Rückgabefristen; bei gültigem Mandat 56 Kalendertage bzw. ohne gültigem Mandat 13 Monate.
  • Einreichfristen

    • Bei SEPA-Lastschriften (SEPA Direct Debit Core/COR1) sind folgende Einreichfristen einzuhalten:

      • Erst- oder Einmallastschriften 5 Geschäftstage von Fälligkeit.
      • Wiederkehrende Lastschriften 2 Geschäftstage vor Fälligkeit.
      • Lastschriften innerhalb von Österreich (COR1) 1 Geschäftstag vor Fälligkeit.
  • Rückgaberecht

    • Bei SEPA-Lastschriften (SEPA Direct Debit Core/COR1) gelten folgende Rückgaberegelungen:

      • Rückgabe mit einem gültigen Mandat 56 Kalendertage ohne Angabe von Gründen.
      • Rückgabe ohne einem gültigen Mandat 13 Monate ab Belastungstag.
  • Beschreibung der Eingabefelder

    •  

      Vorlagengruppe wählen:

      Wenn Sie Vorlagen in Vorlagengruppen verwalten, so können Sie hier aus den vorhandenen Vorlagengruppen auswählen.

      Vorlage wählen:

      Es werden jene Vorlagen aufgelistet, die in der gewählten Vorlagengruppe gespeichert sind. Klicken Sie auf eine Vorlage, um deren Daten in das Eingabeformular zu übernehmen.

      Auftragsart wählen:

      Sie befinden sich im Eingabeformular für die Auftragsart „SEPA-Lastschrift (Core)“. Möchten Sie zu einem Eingabeformular einer anderen Auftragsart wechseln, so wählen Sie die gewünschte Auftragsart und im Ansichtsbereich wird das dafür geltende Eingabeformular aufgerufen.

      Wählen Sie Auftragsart „SEPA-Lastschrift COR1“ für Lastschriften innerhalb von Österreich. Für diese Auftragsart gilt eine verkürzte Vorlauffrist von nur einem Bankwerktag.

      Auftraggeber

       

      IBAN:

      Hier wird das berechtigte Auftraggeberkonto (Empfängerkonto) angezeigt. Sind mehrere Konten berechtigt, so ist es möglich mit Hilfe der Listbox ein Empfängerkonto auszuwählen.

      Name Auftraggeber

      Standardmäßig wird der Kontowortlaut vom Empfängerkonto übernommen (Check-Box „aus Kontodaten übernehmen“). Durch aktivieren der Check-Box neben dem Eingabefeld kann auch ein abweichender Name (max. 35 Stellen) eingegeben werden.

      Creditor-ID

      Es wird Ihre in der Bank eingetragene Creditor-ID angezeigt. Sind mehrere Creditor-IDs vorhanden, so werden diese in einer Listbox zur Auswahl angeboten.

      Auftragsdetails

       

      Betrag:

      Die Währung ist mit Euro vorgegeben. Der Betrag ist ohne Formatierung einzugeben. Für Cent-Beträge sind 2 Nachkommastellen erlaubt.

      Durchführungsdatum:

      Das Durchführungstermin kann bis max. 360 Tage in der Zukunft liegen und ist im Format TT.MM.JJ  oder TT.MM.JJJJ einzugeben. Das Datum kann auch über die  Kalenderfunktion ausgewählt werden. Bei Eingabe erfolgt eine Prüfung auf Basis der für die gewählte Auftragsart für die Auftragsübermittlung definierten Vorlaufzeiten. Wird die Frist überschritten, so wird ein Hinweis mit dem zulässigen Datum angezeigt.

      Mandat:

      Hier ist zwingend die Mandatsnummer einzugeben.

      Datum des Mandats:

      Geben Sie hier das Datum des Mandats ein. Die Eingabe ist zwingend und das Datum darf nicht in der Zukunft liegen. Die Eingabe erfolgt im Format TT.MM.JJ  oder TT.MM.JJJJ. Das Datum kann auch über die  Kalenderfunktion ausgewählt werden.

      Zahlungsreferenz:

      Die Zahlungsreferenz dient dem Zahlungspflichtigen zur eindeutigen Zuordnung des Zahlungsvorganges, z.B. Rechnungsnummer. Es stehen 35 Stellen zur Verfügung, die Eingabe ist optional.

      Verwendungszweck:

      Hier kann ein beliebiger Text zur Beschreibung des Zahlungszwecks eingegeben werden. Dafür stehen 4 Zeilen mit jeweils 35 Stellen zur Verfügung. Die Eingabe ist optional. Bei Eingabe einer Zahlungsreferenz ist es nicht zulässig zusätzlich einen Verwendungszweck anzugeben.

      Zahlungspflichtiger

       

      Name und Anschrift:

      Für die Angaben zu Name und Adresse des Zahlungspflichtigen stehen 35 Zeichen zur Verfügung. Die Angabe von Name/Adresse ist zwingend.

      IBAN:

      Geben Sie hier die IBAN des Zahlungspflichtigen ein. Die Eingabe der IBAN ist zwingend erforderlich. Die IBAN ist die internationale Darstellung einer Bankverbindung. Die integrierte Prüfziffer ermöglicht es die IBAN auf Richtigkeit zu überprüfen, bevor die Zahlung durchgeführt wird. Geben Sie die Empfänger-IBAN ohne Sonderzeichen (Bindestrich, Leerzeichen etc.) ein. Eine österreichische IBAN besteht aus 20 Stellen, z.B.:

      ATPPBBBBBKKKKKKKKKKK

      AT = Länderkennzeichen Österreich (2 Stellen)

      PP = Prüfziffer (2 Stellen)

      BBBBB = Bankleitzahl (5 Stellen)

      KKKKKKKKKKK = Kontonummer (11 Stellen)

      BIC/SWIFT-Code:

      Hier ist zwingend die BIC der Bank des Zahlungspflichtigen einzugeben. Der BIC ist die weltweit gültige und eindeutige Kurzbezeichnung einer Empfängerbank. Der BIC besteht aus 8 bzw. mit Angabe der Filialkennung aus 11 Stellen, z.B.:

      VBXYATXYABC

      Stelle 1-4: VBXY = Bankidentifikation

      Stelle 5+6: AT = Länderkennzeichen Österreich

      Stelle 7+8: XY = Regionscode

      Stelle 9-11: ABC = Filiale

      Bei der Weiterverarbeitung als Vorlage in Vorlagengruppe „-- bitte wählen --„ speichern

      Durch das Aktivieren der Checkbox werden die im Formular eingegebenen Daten als Vorlage gespeichert. Verwalten Sie Ihre Vorlagen in Vorlagengruppen, so können Sie durch Auswahl einer Vorlagengruppe die Daten als neue Vorlage gleich einer bestimmten Vorlagengruppe zuordnen.

      Auftrag/Vorlage anderen am Konto berechtigten Verfügern nicht anzeigen

      Möchten Sie Ihre Vorlagen auch anderen am jeweiligen Auftraggeberkonto berechtigten Verfügern als Vorlage zur Verfügung stellen, so aktivieren Sie die Checkbox.

      Versandbereit speichern

      Wählen Sie „Versandbereit speichern“, wenn Sie weitere Aufträge erfassen möchten. Der erfasste Auftrag wird in die Unterschriftenmappe gelegt und es wird ein leeres Eingabeformular geöffnet.

      Auftrag zeichnen

      Möchten Sie den erfassten Auftrag sofort an die Bank senden, so wählen Sie „Auftrag zeichnen“. Der Auftrag wird in die Unterschriftenmappe gelegt und für die Weiterverarbeitung (Zeichnung) vorausgewählt.

  • Auftrag zeichnen und an Bank weiterleiten

    • Schritt 1 – Aufträge auswählen:
      Wählen Sie den Auftrag bzw. die Aufträge die Sie zeichnen möchten. Aktivieren Sie dazu die Checkbox vor dem jeweiligen Auftrag (1. Spalte). Über die Checkbox in der Tabellenüberschrift können Sie mit nur einem Klick alle in der Unterschriftenmappe dargestellten Aufträge selektieren/deselektieren.

      Schritt 2 – Zeichnungsverfahren wählen:
      Wählen Sie das Zeichnungsverfahren, mit dem Sie die Aufträge autorisieren möchten.

      Schritt 3 – Durchführungsart wählen:
      Wählen Sie den Button "sammeln ...", um Aufträge gleicher Art zu einem Sammelauftrag zusammen zu fassen. Bei "... Einzelbuchungen ..." erfolgt je Auftrag eine Buchung am Konto.

      Schritt 4 – Zeichnungsübersicht:
      Hier werden alle Einzel- und Mehrfachaufträge inkl. Gesamtbetrag, der dem Auftraggeberkonto angelastet wird, zusammenfassend dargestellt. In die Zeichnungsmaske gelangen Sie über den Button „weiter zur Zeichnung“.

      Schritt 5 – Zeichnung:
      In diesem Schritt erfolgt die TAN-Eingabe bzw. bei Digitaler Signatur die Eingabe der PIN. Wurden die Aufträge erfolgreich zur Bearbeitung an die Bank weitergeleitet, so können Sie über "Druck/Ausgabe" eine Übernahmebestätigung ausdrucken oder als PDF speichern.

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